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Von Einsen und Nullen: Manga digital lesen

01.08.2026 von Vale

Manga Läden sind was Tolles. Du gehst rein, findest, was das dir gefällt, und schwups gehört es dir. Und wenn du dann noch Glück hast, triffst du vielleicht noch jemand anderes und kommst ins Gespräch. Win Win! (Letzteres ist wohl eher Wunschdenken). Doch mehr denn je gibt es auch die digitale Variante dazu. Cmoa, Bookwalker, Amazon, ebookjapan die Liste ist groß und lang. Diese Webseiten dienen nicht nur zum Kauf von digitalen Manga, sondern eignen sich auch hervorragend zum Stöbern. Man klickt einen Titel an, und findet fünf weitere die einem potenziell gefallen. Der Hammer!

In diesem Beitrag möchte ich über meine Erfahrungen mit dem Lesen digitaler Manga berichten, und euch einige Tipps geben wie ihr euer Leseerlebnis verbessert, und eventuelles Kopfzerbrechen vermeidet. Ich selbst hatte immer eine gewisse Ablehnung gegenüber E-Books und dem Lesen am Bildschirm. Es ist einfach ein ganz anderes Gefühl ein Buch in der Hand zu halten und es im Bücherregel neben all den anderen Manga immer griffbereit zu haben. Oft ist es aber auch so, dass man als Leser gar keine Wahl hat, denn viele Manga erscheinen anfangs nur digital und bekommen mit etwas Glück erst viel später eine Printausgabe spendiert. So erging es mir mit Darashinai desu Hotta-sensei!, dessen englische Ausgabe bislang nur digital erhältlich ist. Die Reihe deshalb nicht zu lesen kam für mich nicht in Frage, und so biss ich in den sauren Apfel und kaufte mir über Bookwalker die ersten Bände der Reihe. Wer jetzt einfach den Manga lesen möchte, kann dies ganz einfach über die Bookwalker Webseite über den Online Reader tun, und praktisch hier aufhören zu lesen. Der Nachteil daran ist denkbar logisch. Man braucht eine Internetverbindung um auf die gekauften Bände zuzugreifen. Das ist nicht immer ideal, weswegen ich nach anderen Möglichkeiten gesucht habe, digital Manga zu lesen.

Bookwalker und andere Webseiten bieten zusätzlich auch eine Download-Funktion an, mit der man das E-Book auf unterschiedlichen Readern lesen kann. In meinem Fall möchte ich am PC lesen und das so bequem wie nur möglich. Smartphones sind nützlich, weil man sie mit sich führen kann, aber ich finde, die Displays sind einfach viel zu klein und eignen sich nicht für Manga. Man muss ständig raus und reinzoomen um etwas zu erkennen. Das ist nicht ideal. Also habe ich etwas recherchiert und bin auf den Thorium Reader gestoßen. Ein moderner E-Book-Reader, der auf unterschiedlichen Betriebssystemen verfügbar ist. Man geht also in seine Bibliothek auf Bookwalker und ladet dort die entsprechende .lcpl Datei herunter. Diese winzige Datei dient als Lizenzschlüssel und enthält nicht das eigentliche E-Book. Stattdessen öffnet man sie mit dem Thorium Reader, und gibt sein Password ein. Danach wird das E-Book im Reader verschlüsselt heruntergeladen, und man kann es jetzt auch offline lesen. Von all den Varianten, die ich bis jetzt gesehen habe, ist das wohl der fairste Kopierschutz, wenn es um E-Books geht, denn so lange ihr den Reader installiert habt, kann euch niemand den Zugriff zu euren gekauften E-Books entziehen.

Im Thorium Reader hat man jetzt vielerlei Optionen zur Darstellung. Da gibt es zum einen die klassische Doppelseitenansicht, die wohl für die Meisten in Frage kommt. Ich hingegen bevorzuge die Ein-Seiten Ansicht, da ich damit die Breite des Bildschirms ausnutze und so noch tiefer in den Manga eintauchen kann. Mit den Tastenkürzeln Strg + 8 und Strg + 9 kann man jetzt eine Zoomstufe einstellen, und braucht dann nur noch mit dem Scrollrad der Maus hoch und runterscrollen, während man mit den Pfeiltasten die Seiten blättert. So kann man auch von weiter weg aus noch alles gut erkennen. Wer mag, kann mit Strg + F11 auch in den Vollbildmodus gehen. Die Manga-Seite soll allerdings nicht die gesamte Breite des Bildschirms füllen, und ich mag es, wenn links und rechts Abstände sind. Das hilft beim Lesen sehr und vermeidet, dass einem schlecht wird. Für mich ist das die ultimative Methode Manga digital zu lesen. Zumindest fast. Einen kleinen Nachteil gibt es, denn Doppelseiten werden dabei aufgeteilt. Dazu später aber mehr.

Der Thorium Reader: Wenig Klimbim, viel Manga.

Lest ihr neben kommerziellen Manga auch Doujinshi, so werdet ihr auf DLsite mit Sicherheit fündig. Hier bekommt man für wenig Geld sogar englische Übersetzungen und unterstützt damit die Künstler direkt. Zum Thema wie man dort einkauft, könnte ich wohl einen komplett eigenen Beitrag schreiben, doch möchte ich hier beim Thema E-Books bleiben. Anders als bei Bookwalker sind Doujins die ihr auf DLsite kauft oft nicht kopiergeschützt, und man bekommt ein ZIP Archiv in welchem die Seiten als einfache .jpg Bilddateien gespeichert sind. Was ihr damit jetzt anstellt, ist euch überlassen. Doch wie bekommen wir die Bilddateien jetzt in den Reader eurer Wahl? Die Antwort gibt uns der Kindle Comic Converter. Dieses feine Programm lässt uns mit wenigen Klicks das gewünschte Zielformat wählen und hilft uns dabei etwaige Probleme zu umgehen. Links wählt man das ZIP Archiv aus, setzt die entsprechenden Einstellungen, und klickt dann auf Convert. Und im Nu hat man entweder eine PDF die man im Browser aufrufen kann, oder eine EPUB Datei für seinen Reader. Die Standardeinstellungen reichen völlig aus. Einzig den Color Mode würde ich aktivieren, da ansonsten Farbseiten in Schwarz/Weiß umgewandelt werden. Anders als bei kopiergeschützten E-Books lassen sich so auch Doppelseiten zu einer Seite vereinen, und das so oben genannte Problem umgehen. Ich bin froh auf den Kindle Comic Converter gestoßen zu sein, und hoffe, dass ihr das Programm genauso nützlich findet wie ich.

Was anfangs kompliziert aussieht, ist eigentlich ziemlich simpel.

Hat sich der Kauf von E-Books also gelohnt? Ich würde sagen ja, wobei es das gedruckte Buch nicht ersetzt. E-Books sind eine Notwendigkeit für Reihen, die anders nicht erhältlich sind, oder man den Author direkt unterstützen möchte ohne Import und Versandkosten zu zahlen. Obendrein gibt es immer wieder Bonusinhalte in Form von Illustrationen oder gar ganzen Kapiteln, welche exklusiv in den digitalen Editionen enthalten sind. Als Fan lohnt sich der Kauf also umso mehr. Ich hoffe, ich konnte euch hiermit einige Fragen beantworten, und vielleicht habt ihr jetzt auch Lust bekommen es selbst auszuprobieren. Was auch immer ihr als Nächstes lest, Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern und Lesen!

Zawayuki veröffentlicht neuen Doujinshi zu „Tie Me Up, Stare Me Down“

11.06.2026 von Vale

Vergangenen Sonntag fand im Tokyo Big Sight die COMITA 107 statt. Auf dieser Veranstaltung werden vor allem Original Doujinshi veröffentlicht, welche nicht auf einem bereits existierenden Werk basieren. Mit dabei war auch Zwayuki (Takizawa Yuki), die eine neue Kurzgeschichte zu ihrem Erstlingswerk „Tie Me Up, Stare Me Down“ gezeichnet hat.

Nach dem Ende ihrer ersten Manga Reihe war sie erschöpft, und das Zeichnen fiel ihr schwer. Da die Verkäufe von Shibamitsu in Japan hinter den Erwartungen zurücklagen, konnte sie nicht alle Ideen, die sie hatte, umsetzen. So entschied sie sich dazu diese in Form von Doujinshi zu verwirklichen. Mit „Milch“ erzählt Zawayuki nun wie es mit Nana und Sawada nach der Hauptgeschichte weitergeht. Jedoch liegt der Fokus dieses Mal nicht auf den SM Handlungen, und mehr auf der Liebesbeziehung der Beiden.

Ursprünglich wollte Zawayuki „Milch“ bereits im Februar zur COMITA 106 veröffentlichen, jedoch streikte im letzten Moment ihr PC, und sie konnte die Deadline nicht einhalten. Umso mehr freut es mich, dass es nun doch geklappt hat! Doch nicht jeder hat die Möglichkeit auf solch eine Veranstaltung zu gehen. Deshalb bietet Zwayuki ihr neustes Werk auch im Online Versand über BOOTH an. Falls ihr ein Exemplar bestellen wollt, geht das ganz einfach über Proxy Dienste. Ich empfehle hierbei Zen Market. Einfach die BOOTH URL kopieren und in die Suchleiste bei Zen Market einfügen. Laut Zawayuki ist auch eine digitale englische Ausgabe von „Milch“ geplant. Falls es dazu Neuigkeiten gibt, werde ich diese im Beitrag ergänzen.

Für internationale Fans von Shibamitsu gibt es jedoch noch weitere gute Neuigkeiten. Der noch junge Verlag Manga Mavericks hat sich die Lizenz zur englischen Ausgabe von „Tie Me Up, Stare Me Down“ gesichert, und plant eine Veröffentlichung als Omnibus Ausgabe aller 3 Bände im Mai 2027. Damit geht nun ein Wunsch vieler Fans in Erfüllung, und mich freut es rieisig, dass noch viele weitere Leser diesen Manga für sich entdecken werden.

Ob es auch eine Deutsche Ausgabe geben wird, steht noch in den Sternen. Als Fan habe ich mein Bestes gegeben, und viele Verlage angeschrieben. Ich durfte sogar das erste Kapitel auf Deutsch übersetzen. Wenn ihr also bis zur englischen Veröffentlichung nicht warten wollt, könnt ihr ja mal reinlesen. Mehr Informationen zu „Tie Me Up, Stare Me Down“ findet ihr im Eintrag auf Manga Tora.

Wer suchet, der findet X

11.05.2026 von Vale

Es ist schon eine Weile her seit ich hier etwas geschrieben habe, deshalb dachte ich, es wird mal wieder Zeit. Aktuell bin ich fast täglich auf X/Twitter unterwegs. Die kürzlich hinzugefügte Auto-Übersetzung macht es noch einfacher, sich mit Leuten auszutauschen, auch wenn man nicht die gleiche Sprache spricht. Ist es perfekt? Keinesfalls! Aber man bekommt jetzt definitiv mehr mit als zuvor. Die meiste Zeit nutze ich es jedoch passiv und man stößt immer wieder auf interessante Unterhaltungen, tolle Illustrationen und neue Künstler die man noch nicht kannte. X/Twitter ist jedoch auch eine wahre Fundgrube für Manga, von denen man gar nicht dachte, dass es sie gibt. Mein Lesezeichen-Ordner hat mittlerweile eine beängstigende Größe erreicht. Hier findet wirklich jeder was, das seinem Geschmack entspricht, und ich versuche zukünftig auf Manga Tora noch viele weitere Manga vorzustellen.

Das bringt mich auch zu meinem nächsten Punkt. Es ist zwar schön immer wieder etwas Neues für sich zu entdecken, aber man sollte sich auch Zeit mit dem Lesen nehmen. Ich lese, wenn überhaupt nur einen Band pro Tag und lasse mir zwischen Kapiteln immer etwas Zeit, da man das gelesene erst verarbeiten muss. Gerade wenn man bedenkt, wie viel Energie und Zeit Mangaka jeden Tag in ihre Arbeit stecken, entsteht so beim Lesen auch ein Gefühl der Wertschätzung. Besonders spannend finde ich es, wenn Bände ein Nachwort enthalten. So bekommt man einen Einblick in den Alltag des Mangaka und was ihm beim Zeichnen durch den Kopf gegangen ist.

Mit der Seite bin ich soweit zufrieden, und ich habe die eine oder andere Kinderkrankheit beseitigen können. So sind die Kacheln in denen die verschiedenen Manga gelistet werden nun alle gleich groß, und man sieht etwas mehr vom jeweiligen Cover. Gestrichen habe ich jedoch die Idee mit den Verkaufszahlen. Obwohl ich das Thema spannend finde, passt es nicht ganz zum Konzept von Manga Tora. Hinzukommt der Zeitaufwand, den man dafür jede Woche hat, sowie die stetig wachsende Speicherkapazität zum Einbinden der Bilder. Stolz bin ich hingegen über die Liste der Genre & Kategorien, welche immer größer wird. Ich hoffe, dass man so zukünftig auch ohne eine Suchfunktion nach Manga stöbern kann.

Vor ein paar Tagen hat NHK World Japan eine neue Dokumentation anlässlich des 50. Jubiläums der Comiket veröffentlicht, welche ich an dieser Stelle empfehlen möchte. Als Fan war mir vieles darin gezeigte schon bekannt, aber es war trotzdem bereichernd, und hat Spaß gemacht zu schauen. Die Dokumentation zeigt wie vielseitig solche Doujin Events sind, und wie sie Trends und kommerzielle Werke beeinflussen. Es kamen außerdem auch bekannte Gesichter darin vor, von denen man sonst immer nur liest. Für mich als Nicht-Japaner definitiv eine Art Fanservice. Die 45 Minuten lange Dokumentation kann in der Mediathek von NHK World Japan angesehen werden.

Manga Tora ist online!

22.02.2026 von Vale

Hier ist er also nun. Der erste Beitrag auf dieser Seite. Ich bin der Vale, und habe diese Seite aus Langeweile erstellt. Mit Manga Tora möchte ich zwei meiner Hobbies miteinander vereinen. Die riesige und schier endlose Welt der Manga, mit dem gestalten und entwickeln von Webseiten.

Aber warum "Manga Tora"? Tora ist japanisch für Tiger. Diese majestätischen Wesen, sind bezaubernd aber auch sehr stark. Tigerstark! Manga hingegen sind nicht nur Comics für zwischendurch. Sie haben die Eigenschaft dem Leser Kraft zu geben, und bieten die Möglichkeit für eine kurze Zeit dem Alltag zu entfliehen. Deshalb bin ich auf den Namen Manga Tora gekommen.

Auf Manga Tora findet ihr Informationen rund um das Thema Manga. Ob brandneu, alt, beliebt oder noch unbekannt. Hier möchte ich meinen Enthusiasmus mit der Welt teilen. Dabei ist zu erwähnen, dass hier ausschließlich Titel gelistet werden, welche mich persönlich interessieren. Wenn ihr dabei auch etwas findet, dass euer Herz höher schlagen lässt, hat diese Seite ihren Zweck erfüllt!

Aktuell sind nur wenige Titel eingetragen und viele Links führen ins Nichts. Das wird sich aber im Laufe der Zeit ändern. Schaut also am besten immer mal wieder vorbei.